Stigmatisierung: Präsentation zur Adipositas

Vortrag zur Adipositas: Stigmatisierung, Depression und Nachsorge

 

Vortrag Adipositas 7.11.19: Konjusha und Middendorf
Stigmatisierung: Vortrag Adipositas

Im Adipositaszentrum in Fritzlar (Hospital zum Heiligen Geist) haben Arta Konjusha und Sarah Middendorf am 7.11.2019 ein psychologisches Modul für die Teilnehmer des Kursprogramms für Patienten durchgeführt.

Arta Konjusha ist Psychologin M. Sc. und Mitarbeiterin der Praxis Ritter und Gerstner in Kassel. Sarah Middendorf ist Psychologin B. Sc. und ebenfalls Mitarbeiterin der Praxis.

>>> Vortrag als Download (PDF) 20191107-Vortrag-Adipositas-Stigmatisierung


Gliederung

Adipositas in Deutschland steigende Zahlen, mangelnde
Versorgung

Adipositas als chronische Erkrankung

Stigmatisierung von Übergewicht und ihre Folgen für Betroffene

Depression und Adipositas

Stigmatisierung in den Medien

Bedeutung von Nachsorge und Psychotherapie


Auszug

Vielfältige Ursachen der Adipositas

Familiäre Einflüsse
• Hohes Gewicht der Eltern
• Ungünstige Stoffwechselprägung in der Schwangerschaft
• Ungünstige familiäre Prägung wie Nahrungsvorlieben, Bewegungs- und Erholungsverhalten
• Mangelnde familiäre Regeln, ungünstige Vorlieben für bildschirmbasierte Unterhaltung
• Mangelnde/s Wissen, Gesundheitskompetenz
• Mangelnde Fähig- und Fertigkeiten (z. B. der Nahrungszubereitung)
• Ungünstige Aktivitätsmuster (z. B. Weg zur Schule/Arbeit)
• Sozio-ökonomische Faktoren (niedrige/s Bildung, Einkommen)

Individuum
• Demografische Faktoren (Alter, Geschlecht, Ethnizität)
• Familiäre Veranlagung
• Metabolische Prägung
• Neuro-hormonale Stoffwechselsteuerung
• Gene-Umwelt-Interaktionen (z. B. Umweltschadstoffe)
• Psychosoziale Faktoren (z.B. Rauchstop, Schlafmangel, Depression)

Gesellschaftliche und politische Einflüsse
• mangelnde/ ineffektive Regierungsmaßnahmen sowie mangelnde Vorgaben für Lebensmittelindustrie und Handel (z.B. Präventionsmaßnahmen, Umgang mit Werbung, …)
• zu wenig Bereitstellung von Schulsport, aktiver Mobilität und Transport
• Gesundheitswesen (z.B. fehlende Versorgungsstrukturen)
• Medien (z.B. diskriminierender Umgang mit Übergewicht; Schuldzuweisungen) Lebenswelten und kommunale Einflüsse
• Schule und Bildung (z.B. ungünstige Schulernährung)
• Mangelhafte medizinische Vorsorge für Kinder
• Zu wenig Parks, Grünflächen, Spielplätze, Radfahrwege
• Schlechte Begehbarkeit
• Wenig Öffentlicher Nahverkehr


Die Autorinnen

Sarah Middendorf, Psychologie B. Sc.
Sarah Middendorf, Psychologie B. Sc.

 

Arta Konjusha, Psychologin M. Sc.
Arta Konjusha, Psychologin M. Sc.
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