Fragen zur Psychotherapie

FAQ: Ambulante Psychotherapie

Im folgenden erhalten Sie eine Aufstellung von Fragen und Antworten, die im Bereich der ambulanten Psychotherapie von Interesse sind.
Bei weitergehenden Fragen und Anliegen können Sie sich gern an unser Sekretariat wenden. 

Das psychotherapeutische Erstgespräch dient der Abklärung, ob eine Psychotherapie sinnvoll oder notwendig ist. Sie können sich telefonisch über unser Sekretariat einen Termin geben lassen oder die Online-Buchung benutzen. Eine ärztliche Überweisung ist für diesen Termin nicht erforderlich, bitte bringen Sie jedoch als Mitglied einer gesetzlichen Krankenversicherung Ihre Gesundheitskarte mit. Die Gesundheitskarte wird zur Abrechnung benötigt.
Im Bereich der ambulanten Psychotherapie gibt es seit vielen Jahren Wartezeiten, da die Kapazitäten zur Versorgung insgesamt nicht ausreichend. Ein Erstgespräch dient zur ersten Abklärung, welche Belastungen, Beschwerden oder Konflikte vorliegen. Unsere Praxis versucht, ein Erstgespräch innerhalb von 6 Wochen anzubieten, durch Urlaubszeiten kann sich diese Frist auch verlängern.Accordion Sample Description
Nein, die Praxis verfügt über eine Kassenzulassung. Unsere Praxis ist in die kassenärztliche Versorgung der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen einbezogen. Sie benötigen daher keine Überweisung eines Arztes, sondern können als Kassenpatient uns direkt mit Ihrer Gesundheitskarte aufsuchen. Die Abrechnung der psychotherapeutischen Leistungen erfolgt direkt über die Gesundheitskarte, eine Zuzahlung oder ein Eigenanteil ist nicht vorgesehen.
Häufige Gründe für den Besuch beim Psychotherapeuten sind: Depressionen, Angstzustände, Zwänge, schwere emotionale Belastungszustände oder Verlusterfahrungen, Reaktionen auf schwere körperliche Erkrankungen oder die Abklärung einer möglichen psychosomatischen Erkrankung. Typische Beispiele für ein Erstgespräch: - Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, fehlende Motivation. - Unverarbeitete Verlusterfahrungen oder Trennungen innerhalb der Partnerschaft. - Heftige innere Gefühle wie Niedergeschlagenheit oder Wut. - Konflikte am Arbeitsplatz, das Gefühl von ausgebrannt sein. - Seelische Reaktionen auf schwere körperliche Erkrankungen. - Unaufgearbeitete Erlebnisse der Kindheit (gestörte Familienverhältnisse, Mangelzustände, Gewalt oder Missbrauch) - häufige oder wiederkehrende Konfliktmuster in Beziehungen, wiederholtes Scheitern von Beziehungen.
Das psychotherapeutische Erstgespräch dient der umfassenden Abklärung, ob behandlungsbedürftige Symptome oder Beschwerden vorliegen. Dazu wird häufig die Lebensgeschichte und die aktuelle Situation abgefragt. Zusätzlich wird diagnostiziert, ob und in welcher Form eine Psychotherapie hier eine Besserung oder Heilung der Beschwerden erbringen könnte. Nach einem Erstgespräch kommen häufig zunächst weitere diagnostische Sitzungen, im Bereich der gesetzlichen Krankenversicherung sind bis zu fünf Sitzungen dafür vorgesehen. Außerdem können testpsychologische Untersuchung durchgeführt werden. Erst danach wird in Absprache mit dem Patienten geklärt, ob und in welcher Form Psychotherapie beantragt werden soll. Bei Einleitung einer Psychotherapie wird ein Antrag bei der Krankenkasse auf Kostenübernahme gestellt. Psychotherapie ist im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen enthalten.
Alle Inhalte einer Psychotherapie und der vorhergehenden Diagnostik unterliegen der gesetzlichen Schweigepflicht. Diese Inhalte dürfen nur mit Zustimmung des Patienten weitergegeben werden. Auch die Krankenkasse erfährt nur eine allgemein gehaltene Diagnose und keine Einzelheiten der Psychotherapie. Dritte Personen haben keinen Zugriff auf die Daten, auch nicht der Ehepartner oder Verwandte. Ein Bericht an den Hausarzt, an Fachärzte, den Medizinischen Dienst der Krankenkassen oder andere Institutionen erfolgt nur mit Einwilligung des Patienten.
Wir versuchen ein diagnostisches Erstgespräch innerhalb von sechs Wochen zu vergeben, damit abgeklärt werden kann, ob und in welcher Form eine Psychotherapie notwendig ist. Falls eine Psychotherapie vereinbart wird, dann muss ein Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse gestellt werden, diese Beantragung kann bei Kurzzeitpsychotherapie vier Wochen in Anspruch nehmen und bei Langzeitpsychotherapie bis zu zwei Monate. Danach entsteht eine Wartezeit, die davon abhängt, wie flexibel der Patient bei der Festlegung von festen Behandlungsterminen ist und wie hoch die Auslastung der Praxis ist. Erfahrungsgemäß können zwischen dem Antrag auf Psychotherapie und dem Beginn der Behandlung 3-6 Monate Wartezeit liegen. Insbesondere bei Berufstätigen, die auf späte Behandlungstermine ausgerichtet sind, ergeben sich längere Wartezeiten. Grundsätzlich bieten wir in unserer Praxis die Sprechstunde von 9:00 Uhr bis 19:00 Uhr von Montag bis Donnerstag an. Freitag ist keine Sprechstunde mehr, diesen Tag haben wir für schriftliche Ausarbeitungen der Gutachten und Büroarbeiten reserviert.
Die Dauer einer Psychotherapie ist sehr unterschiedlich, sie hängt von der Intensität der Beschwerden und der Verankerung der Symptome in der Persönlichkeitsstruktur des Patienten ab. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass umfangreiche emotionale Mangelzustände oder Traumata der Kindheit dazu führen, dass eine längere Psychotherapie durchgeführt werden muss. Aktuelle Konflikte oder Beschwerden ohne Bezug zur Kindheit oder Pubertät erfordern häufig eine geringere Zahl von Sitzungen. Die Kurzzeitpsychotherapie arbeitet mit bis zu 25 Sitzungen, die tiefenpsychologisch fundierte Langzeittherapie mit bis zu 100 Sitzungen und die psychoanalytische Psychotherapie hat bis maximal 300 Sitzungen zur Verfügung. Die in unserer Praxis angebotenen Verfahren (tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Psychoanalyse) zielen nicht auf eine kurzfristige Reduktion von Symptomen, sondern auf eine grundlegende und langfristig angelegte Heilung und Stabilisierung der Persönlichkeitsstruktur. Bei einer zu kurzfristig ausgerichteten Psychotherapie kann es zu einem Rezidiv oder zu einer Symptomverschiebung.
Psychotherapie ist eine Kassenleistung und daher übernehmen in Deutschland alle gesetzlichen Krankenkassen bei Vorliegen der Notwendigkeit die Kosten. Im Rahmen der gesetzlichen Krankenversicherung sind die psychodynamischen Therapieverfahren zugelassen (tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Psychoanalyse) und die Verhaltenstherapie. Nach Durchführung des Erstgespräches und der diagnostischen Sitzungen muss ein Antrag auf Kostenübernahme bei der Krankenkasse gestellt werden. Bei der Kurzzeitpsychotherapie reicht ein einfaches Antragsverfahren, die Langzeitpsychotherapie ist gutachterpflichtig, hier muss eine ausführliche Begründung des Psychotherapeuten mit eingereicht werden. Es wird zunächst ein Erstantrag gestellt und bei der entsprechenden Notwendigkeit kann ein Fortführungsantrag (Verlängerung) eingereicht werden.
Grundsätzlich ist vorgesehen, dass der Hausarzt des Patienten einen kurzen Bericht über die durchgeführte Diagnostik erhalten soll. Dazu muss aber der Patient seine Einwilligung erteilen. Der Patient entscheidet daher selbst, ob sein Hausarzt die entsprechenden Informationen durch den Psychotherapeuten erhält oder nicht. In vielen Fällen ist es aber sinnvoll, dass der Hausarzt über die Durchführung einer Psychotherapie informiert ist.
Bei der Psychotherapie durch einen Psychologischen Psychotherapeuten werden grundsätzlich keine Medikamente eingesetzt. Eine zusätzliche Verordnung von Psychopharmaka kann in Ausnahmefällen für einen begrenzten Zeitraum sinnvoll sein, hierzu sollten sich der Psychotherapeut und der verordnende Arzt (z. B. Hausarzt oder Psychiater) mit Einwilligung des Patienten entsprechend absprechen.
In unserer Praxis werden die Verfahren tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Psychoanalyse angeboten. Diese Verfahren arbeiten grundsätzlich damit, dass lebensgeschichtlich abgewehrte Konflikte oder emotionale Mangelzustände im Gespräch allmählich wieder bewusst gemacht werden und nachträglich verarbeitet werden können. Die Bindungen und Erfahrungen der Kindheit werden wieder zugänglich und bestimmte neurotische Muster können allmählich aufgelöst werden. Die früheren Konflikte des Patienten werden auf die heutige Lebenssituation bezogen. Assoziationen, Träume und Fantasien des Patienten sind hierzu wichtiges Material. Die Psychoanalyse arbeitet zusätzlich mit der Übertragung: frühere Beziehungsmuster werden in der therapeutischen Beziehung am Psychoanalytiker wiederholt, gedeutet und aufgedeckt. Die psychodynamischen Verfahren sind langjährig erprobt und wissenschaftlich abgesichert. Sie sind daher seit Jahrzehnten im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen enthalten. Aktuelle Studien haben erweiterte Belege für die nachhaltige Wirkung der psychodynamischen Verfahren geliefert.
Nein. Dipl.-Psych. Ritter bietet tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und Psychoanalyse ausschließlich als Einzelbehandlung an. Falls sich über die Erstgespräche und die weiteren Vorgespräche die Indikation für eine Gruppenpsychotherapie ergibt, dann kann eine Weiterleitung an einen Kollegen erfolgen, der dieses Verfahren anbietet.
Die Kurzzeitpsychotherapie mit bis zu maximal 25 Sitzungen Einzeltherapie kann in folgenden Fällen zur Anwendung kommt: - als Behandlungsverfahren mit voraussichtlichem Behandlungserfolg: begrenzte Symptome und Aktualkonflikte ohne eine grundlegende Verankerung in der Lebensgeschichte. - als Probebehandlung zur Abklärung, ob eine Langzeitpsychotherapie sinnvoll ist und umgesetzt werden kann. - als Sofortmaßnahme mit kurzer Wartezeit zur Krisenintervention. Die Kurzzeitpsychotherapie (KZT) ist daher ein flexibles Mittel, um schnell und flexibel auf psychische Störungen reagieren zu können. Das vereinfachte Antragsverfahren bei der Krankenkasse dauert in der Regel nur 2-3 Wochen. Die KZT kann bis zur 20. Sitzung in eine Langzeitpsychotherapie umgewandelt werden, sodass dieser Weg auch noch offensteht.
Nach Abschluss einer Psychotherapie können Sie mit Ihrer Gesundheitskarte Termine zur Nachsorge und Kontrolle wahrnehmen. Sinnvoll ist ein psychotherapeutisches Gespräch zur Kontrolle pro Jahr. Diese diagnostische Sitzung kann über die Krankenkasse abgerechnet werden. Zusätzlich steht Ihnen nach Ablauf von zwei Jahren nach Beendigung einer Psychotherapie wieder der volle Anspruch auf eine neue Behandlung zur Verfügung. Derzeit findet eine Änderung der Psychotherapie-Richtlinien statt, sodass ab Frühjahr 2017 voraussichtlich verbesserte Möglichkeiten für die Nachbehandlung und Nachsorge zur Verfügung stehen werden.
Jeder Patient bekommt für die Sprechstunde einen verbindlichen Termin für sein Erstgespräch oder seine therapeutische Sitzung. Der Termin kann daher in der Regel pünktlich begonnen werden, bitte suchen Sie unsere Praxis entsprechend rechtzeitig auf. In Ausnahmefällen kann in der Sprechstunde vorher ein Notfall auftreten und dann kann sich der Beginn der Behandlung verzögern. Das Sekretariat der Praxis wird aber versuchen, Sie rechtzeitig über solche seltenen Verschiebungen zu unterrichten.
Unsere Bestellpraxis beinhaltet, dass Ihn als Patient eine verbindliche Zeiteinheit für die Behandlung zur Verfügung gestellt wird. Eine solche Sitzung kann nicht kurzfristig durch einen anderen Patienten belegt werden. Falls Sie Ihren Termin versäumen, ohne diesen rechtzeitig abzusagen, dann bekommen Sie für die ausgefallene Sitzung eine Privatrechnung. Auf die Regelung zum Ausfallhonorar wird jeder Patient vorab hingewiesen und es wird eine schriftliche Vereinbarung getroffen. Bei einer online-Buchung werden Sie über das System Terminland jeweils auf die bestehende Absageregelung hingewiesen. Sie halten mit der Buchung und der Terminbestätigung einen Link, damit der Behandlungstermin bei Notwendigkeit rechtzeitig abgesagt werden kann.
Fast alle privaten Krankenversicherungen haben in dem jeweiligen Vertrag eine Regelung zur Psychotherapie. Allerdings sind häufig die Anzahl der Sitzungen pro Jahr begrenzt. Nach Durchführung des Erstgespräches und der diagnostischen Sitzungen sollte ein entsprechender Antrag bei der privaten Krankenversicherung gestellt werden, vorab kann abgeklärt werden, wie viele Sitzungen überhaupt übernommen werden. Die Abrechnung der Leistungen erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte/Gebührenordnung für Psychotherapeuten. Die erbrachten Leistungen sind unabhängig von einer möglichen Erstattung durch die Krankenversicherung privat zu begleichen. Der Behandlungsvertrag kommt direkt zwischen dem Patienten und unserer Praxis zustande. Er besteht unabhängig von einer möglichen Kostenübernahme durch Dritte.
Nach Durchführung des Erstgespräches und der diagnostischen Sitzungen muss bei der Beihilfestelle ein Antrag auf Kostenübernahme für Psychotherapie gestellt werden. Viele Regelungen dazu sind den gesetzlichen Krankenkassen angeglichen. Nach Bewilligung der Psychotherapie erhält der Patient für die erbrachten Leistungen eine Rechnung als Privatpatient nach der Gebührenordnung für Ärzte/Gebührenordnung für Psychotherapeuten. Unabhängig von einer möglichen Erstattung müssen die Rechnungen privat gezahlt werden.
Nein. Im Bereich der ambulanten Psychotherapie wird durch unsere Praxis kein Notdienst angeboten. Für Patienten innerhalb einer laufenden Psychotherapie besteht die Möglichkeit, im Sekretariat der Praxis nach einem kurzfristigen zusätzlichen Termin anzufragen. Dies kann beispielsweise bei einer Krisensituation in Anspruch genommen werden. Das Sekretariat wird sich bemühen, einen solchen Termin bei Dipl.-Psych. Ritter oder bei Frau Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin Gerstner innerhalb der nächsten Tage zu realisieren. Darüber hinaus stehen als Ansprechpartner in dringenden Notfällen die Rettungsleitstelle, der ärztliche Bereitschaftsdienst und die psychiatrischen Krankenhäuser zur Verfügung.
Nein. Dipl.-Psych. Ritter verfügt auch über eine Kassenzulassung im Bereich der Verhaltenstherapie. Seit vielen Jahren liegt aber der Schwerpunkt unserer Praxis auf der Durchführung der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie und der Psychoanalyse. Es werden daher keine Behandlungsplätze für Verhaltenstherapie angeboten. Falls sich im Rahmen des Erstgespräches und der psychotherapeutischen Diagnostik herausstellen sollte, dass in Ihrem Fall eine Verhaltenstherapie sinnvoll ist, dann werden Ihnen entsprechende Praxen mit Kassenzulassung empfohlen.